Betriebserfahrungen 2011

Rückblick auf den Betrieb von HB9AW-10 im Jahr 2011

Das APRS I-Gate HB9AW-10 ging am 1.November 2011 „on the air“. Seit dieser Zeit läuft das I-Gate praktisch problemlos. Es waren zwei Unterbrüche zu verzeichnen. Einmal hat sich der TRX aufgehängt (dies erforderte einen Vorort Einsatz von HB9DSE), und das zweite Mal trat ein kurzer Unterbruch ein, als die Pactor Anlage installiert wurde.

Es war zu Beginn des Projektes nicht ganz klar, ob für die Hardware und die Software die Richtige Wahl getroffen wurde. Nach den ersten Erfahrungen kann ich sagen, dass es absolut Richtig war ein ALIX Board mit Windows XP und als APRS Software javAPRSSrvr von AE5PL einzusetzen. Auch der TRX hat sich als gute Wahl erwiesen. Alle Komponenten lassen sich mit 12 Volt betreiben, und konnten somit problemlos in die vorhandene Spannungsversorgung des Relaisschrankes integriert werden. Somit ist die APRS Anlage auch an der Notstromversorgung die im Relaisschrank vorhanden ist angeschlossen.

Für die Administration des Systems war es wichtig, ein Betriebssystem einzusetzen das allgemein bekannt ist, und für das im RelaisSursee Team auch Know How vorhanden ist. Wenn Windows XP für eine Aufgabe konfiguriert wird und nicht alle Tage neue Software oder irgendwelche Tools installiert werden, läuft ein solches System tadellos. Die APRS Software hat sich als einfach zu konfigurieren erwiesen. Es mussten nach dem Betriebsstart nur noch kleine Anpassungen vorgenommen werden. Diese konnten dank der guten Netzwerk Infrastruktur am Relaisstandort bequem von Remote erledigt werden. Die Anpassungen verlangten nicht einmal einen Neustart der APRS Software. Ein neu laden der Konfigurationsdatei reichte vollkommen aus.

Die Empfangsergebnisse zeigen, dass die Anlage Pakete aus weiten Teilen der Schweiz und des angrenzenden Auslandes „aufsammelt“ und ins Internet weiterleitet, und falls nötig wieder aussendet. Auch die topografisch schwierige Gegend vom Entlebuch konnte erschlossen werden. Dies konnte mit ausgiebigen Tests in dem Gebiet nachgewiesen werden. Da der Standort auf der Twerenegg recht hoch gelegen ist, verwundert dieses Ergebnis nicht. Aber gerade dieser gute Standort birgt auch „Gefahren“, so habe ich die Sendeleistung bewusst auf 1 Watt eingestellt.

Die Anlage erweist sich als „Unterhaltsarm“, was nicht heissen will, dass sie nicht kontrolliert werden muss. Regelmässige Checks können von Remote durchgeführt werden was die Sache wesentlich erleichtert.

Ich bin überzeugt, dass die Anlage auch im kommenden Jahr den Freunden des APRS gute Dienste leisten wird.

Urs HB9DDE,  4.1.2012

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