Veröffentlichung zum Stratosphärenballonstart 2013

Mit tatkräftiger Unterstützung des Radio Clubs Sursee wurde am 29. September 2013 der Stratosphärenballonstart an der Kanti Sursee unter Leitung von Dr. Christoph Wildfeuer HB9/DL6MFG durchgeführt.
Dabei wurde eine neuartige miniaturisierte Photonenquelle, die zur absolut sicheren Verschlüsselung und Übermittlung von Daten nach dem Prinzip der Quanten-Kryptographie dienen soll, unter nahezu Weltraumbedingungen getestet. Das Modul wurde vom Center of Quantum Technology an der National University of Singapore entwickelt und hergestellt. Die Ballon-Mission, bei der die Bahnverfolgung und das Wiederauffinden der Experimente mit Amateurfunktechnik erfolgte, war ein erfolgreicher Test für einen zukünftigen CubeSat Satellitenstart, bei dem noch in diesem Jahr das getestete Experimentalmodul in den Weltraum fliegen wird.
Nun ist die Auswertung des Testfluges abgeschlossen und die Ergebnisse wurden veröffentlicht. Die Veröffentlichung könnt ihr hier lesen.

RSQ-System

Das RSQ-System dient der Beurteilung von empfangenen Funksendungen in digitalen Betriebsarten (wie zum Beispiel PSK31) im Amateurfunk. Es ist angelehnt an das RST-System, welches im Telegrafie- (Morsen) und Sprech-Funkverkehr verwendet wird.
Hierbei wird die Lesbarkeit (R: readability), die Signalstärke (S: signal strength) und die Qualität (Q: quality) des Signals mit Ziffern beurteilt.
Im Gegensatz zum RST- hat das RSQ-System bei den Parametern S und Q nur 5 statt 9 Abstufungen. Um eine gewisse Vergleichbarkeit zu gewährleisten, werden diese deshalb nur mit ungeraden Ziffern durchnummeriert.
Dabei bedeuten:

R – Verständlichkeit

1:  nicht lesbar (0 % lesbar)
2:  einzelne Worte lesbar (20 % lesbar)
3:  mit Schwierigkeiten lesbar, viele fehlende Zeichen (40 % lesbar)
4:  praktisch ohne Schwierigkeiten lesbar, gelegentlich fehlende Zeichen (80 % lesbar)
5:  perfekt lesbar (mehr als 95 % lesbar)

 

S – Signalstärke

1:  kaum wahrnehmbares Signal
2:  schwaches Signal
5:  mässiges Signal
7:  starkes Signal
9:  äusserst starkes Signal

Im Gegensatz zum RST-System wird die Signalstärke nicht mit Messgeräten gemessen, sondern rein visuell mit Hilfe der Wasserfalldarstellung der verwendeten Decodierungssoftware beurteilt.

Q – Qualität

1:  sehr breites Spektrum (splatter)
3:  mehrere sichtbare, unerwünschte Seitenlinienpaare
5:  ein gut sichtbares Seitenlinienpaar
7:  ein kaum sichtbares Seitenlinienpaar
9:  sauberes Signal – keine sichtbaren Seitenlinien

Auch die Beurteilung der Qualität wird visuell in der Wasserfalldarstellung vorgenommen